Vor Kurzem habe ich in einem Video über Manifestation gesprochen – und dabei ist mir wieder klar geworden, warum bestimmte schmerzhafte Wendepunkte in unserem Leben passieren mussten. Es hat weniger mit Zufall zu tun, als du vielleicht denkst, und mehr mit der Art, wie unsere Gedanken und unsere Energie mit der Realität verbunden sind.
Manifestation bedeutet für mich im Kern: die Verwirklichung eines Gedankens oder einer gedanklichen Energie in unserer physischen Realität. Wir sind selbst dafür verantwortlich – das steckt sogar im Wort, das ursprünglich von 'von Hand gemacht' kommt. Wichtig dabei: Wenn du etwas unbedingt willst und ständig betonst, wie sehr du es dir wünschst, signalisierst du damit eigentlich nur, dass du es noch nicht hast. Genau das kann dazu führen, dass du weiterhin genau das bekommst – den Mangel.
Ein Bild, das mir dabei sehr geholfen hat, stammt aus der sogenannten Transurfing-Theorie: Stell dir dein Leben als unendlich viele mögliche Punkte in einem Koordinatensystem vor – sogenannte Lebenslinien. Manche dieser Punkte liegen deiner aktuellen Situation sehr nah, manche sind völlig anders, manche schlimmer, manche besser. Über unsere gedankliche und emotionale Energie ziehen wir bestimmte dieser Punkte wie ein Magnet an, auch wenn wir das im Alltag nicht bewusst wahrnehmen.
Um zu verstehen, warum uns manche Ereignisse so unerklärlich und überwältigend treffen, hilft ein Gedankenexperiment mit Dimensionen: Ein zweidimensionales Wesen kann sich niemals vorstellen, was es heißt, in die Tiefe zu gehen – so wie wir uns eine vierte Dimension kaum vorstellen können. Würde ein höherdimensionales Wesen in das Leben dieses zweidimensionalen Wesens eingreifen, könnte es nur ein Zeichen hinterlassen, das für das Wesen selbst zunächst unverständlich oder sogar wie ein Unglück wirkt – obwohl es in Wahrheit eine Botschaft ist.
Genau diese Perspektive verändert für mich, wie ich auf Schicksalsschläge blicke: Sie sind nicht zwingend Strafe oder Pech, sondern oft der Punkt, an dem wir auf eine andere Lebenslinie wechseln – eine, die wir uns aus unserer aktuellen Position heraus gar nicht vorstellen konnten. Das macht den Schmerz in dem Moment nicht kleiner, aber es hilft mir, danach zu fragen, wohin mich dieser Wendepunkt eigentlich führen will, statt nur zu fragen, warum er passiert ist.