Bevor ich dir erkläre, warum Coaching so viel verändern kann, will ich dir erzählen, warum ich überhaupt etwas dazu sagen kann. Ich kam mit einer sehr seltenen, schweren körperlichen Erkrankung zur Welt – einer der schwersten Skoliosen, die die behandelnden Ärzte je gesehen hatten.
Meine Wirbelsäule war um 90 Grad gebeugt und einmal komplett um sich selbst gedreht. Bis ich zwei oder drei Jahre alt war, konnte ich nicht richtig laufen. Mit 13 wurde ich das erste Mal notoperiert, insgesamt folgten vier Operationen – eine davon musste nach 13 Stunden abgebrochen werden, weil ich zu viel Blut verloren hatte. Ich lag im künstlichen Koma, verbrachte lange Zeit auf der Intensivstation und saß insgesamt fünf Jahre lang zeitweise im Rollstuhl.
Was danach kam, war fast noch härter als die Operationen selbst: Ich wurde gemobbt für die Art, wie ich lief, hatte kaum Freunde, und mein Alltag war von Panikattacken und sozialer Angst geprägt. Ich musste komplett neu laufen lernen und mir mein Leben in vielerlei Hinsicht neu aufbauen.
Trotzdem habe ich mich entschieden, positiv zu bleiben, statt im Selbstmitleid zu versinken. Ich habe angefangen, als Sprecher zu arbeiten, Hörbücher aufzunehmen, und mir daraus über die Jahre eine eigene, sehr erfolgreiche Firma im Sprecher- und Audiobereich aufgebaut. Bis heute sagen mir Ärzte und Physiotherapeuten, dass sie noch nie jemanden gesehen haben, der nach so einer Operation so gut verheilt ist.
Genau diese Erfahrung ist der Grund, warum ich heute Menschen begleite: Ich weiß, wie es sich anfühlt, in einer scheinbar aussichtslosen Situation zu stecken – und ich weiß auch, dass man da wieder herausfindet. Beim Coaching geht es für mich genau darum: blinde Flecken aufzudecken, Blockaden aufzulösen und dir dabei zu helfen, Unsicherheiten hinter dir zu lassen, statt mit ihnen zu leben.