Wenn Menschen dich verletzt haben – Familie, Freunde oder dein Partner –, trägst du das oft jahrelang mit dir herum. In diesem Video erkläre ich dir, warum ich Vergebung für einen der wichtigsten Schritte zu innerem Frieden halte.
Mir ist bewusst, dass sich das im ersten Moment unfair anfühlt. Du denkst vielleicht: Warum sollte ich dem anderen vergeben, nach allem, was passiert ist? Ich will dabei nicht religiös werden, aber ich finde, dass viele Traditionen – auch die Bibel, die ich eher als eine Art Anleitung zum Leben sehe – genau das empfehlen: anderen zu vergeben, und vor allem auch sich selbst.
Der entscheidende Punkt: Du vergibst nicht, damit der andere seinen Seelenfrieden bekommt, sondern damit du deinen bekommst. Solange du Groll festhältst, bleibt ein Teil deiner Energie an der Vergangenheit hängen.
Das gilt für deine Eltern genauso wie für dich selbst. Deine Eltern leben auch zum ersten Mal und haben vielleicht Fehler gemacht, weil sie es nicht besser wussten. Und auch dir selbst darfst du vergeben, wenn du etwas nicht gut hinbekommen hast.
Mein Impuls für dich: Nimm dir einen Moment und überlege, wem du noch etwas nachträgst – und ob du dir selbst etwas vorwirfst. Du musst nichts gutheißen, was passiert ist. Du entscheidest nur, dass es dich nicht länger festhält. Bereue nichts, vergib dir und den anderen und geh gestärkt in den nächsten Schritt.