Was bedeutet es eigentlich, selbstbewusst zu sein? Diese Frage habe ich in einer Live-Runde in den Chat gestellt, und die Antworten gingen alle in eine gute Richtung. Trotzdem wird Selbstbewusstsein oft falsch verstanden, und genau das räume ich in diesem Video auf.
Aus der Community kamen Antworten wie: sich selbst lieben, wissen, wer man ist und was man will, oder sich selbst treu bleiben. Das stimmt alles. Ich ergänze nur: Zum Selbstbewusstsein gehört auch, die eigenen Schwächen zu kennen. Wer weiß, was er kann, und ebenso ehrlich weiß, was er nicht kann, ist sich seiner selbst wirklich bewusst.
Mein wichtigster Punkt: Selbstbewusstsein heißt nicht, besonders viel Stärke, Mut oder Arroganz zu zeigen. Es bedeutet, dass Unsicherheiten fehlen. Stell dir eine Skala vor: Selbstbewusstsein liegt im Nullbereich. Das Problem ist, dass wir uns oft im Minus befinden. Das Ziel ist deshalb nicht, möglichst weit ins Plus zu kommen, denn dort wartet die Arroganz, also die Überbewertung der eigenen Person.
Dem Selbstvertrauen steht das nahe: Ich vertraue mir selbst und weiß, dass ich mich auf mich verlassen kann. Ich muss dabei nicht den perfekten Begriff finden, sondern verstehen, worum es geht. Wir wollen auf einem gesunden Niveau sein, weder im negativen Bereich noch im "Ich bin so großartig"-Bereich. Einfach normal und gut, mit Verständnis für das, was ich kann und was nicht, sodass sich beides ausgleicht.
Um dort anzukommen, müssen wir unsere Unsicherheiten auflösen. Die absolute Grundlage dafür ist für mich das Gefühl, alles unter Kontrolle zu haben: Ich kann jede Situation bewältigen und habe das Steuer in der Hand. Wer das fühlt, führt sein Leben ruhiger und klarer, und alles Weitere baut darauf auf.