Fast jeder von uns trägt Sätze mit sich herum, die irgendwann einmal hängengeblieben sind: "Ich bin handwerklich unbegabt", "Ich bin nichts wert" oder "Ich kriege nichts auf die Kette". In diesem Video beantworte ich Fragen aus der Community und zeige dir eine klare Schrittfolge, mit der du solche negativen Glaubenssätze auflösen kannst.
Der erste Schritt ist, den Satz überhaupt klar zu benennen, den du über dich selbst glaubst. Dann frage ich dich: Wann hast du das zum ersten Mal gefühlt? Oft steckt dahinter eine einzelne Situation aus der Kindheit, zum Beispiel ein Satz deiner Mutter oder deines Vaters, den du damals als Wahrheit über dich übernommen hast.
Der zweite Schritt ist eine neue Interpretation. Was ist damals wirklich passiert, und wie hast du es als Kind gedeutet? Wer so etwas zu dir gesagt hat, hat damit meist mehr über die eigene Überforderung, die eigenen Ängste oder die eigene begrenzte Sichtweise ausgesagt als über dich. Deshalb gehört für mich auch das Vergeben dazu: nicht, weil dein Gegenüber es verdient hätte, sondern damit du frei wirst. Deine Eltern sind keine Übermenschen, sie leben auch zum ersten Mal.
Dann entscheidest du dich bewusst für einen neuen Satz, der dich stärkt, zum Beispiel "Ich bin wertvoll" statt "Ich bin nichts wert". Jetzt beginnt die eigentliche Arbeit: Sammle Beweise für diese neue Denkweise. Dabei zählt nicht, wie groß der einzelne Beweis ist, sondern wie viele du hast. Unser Gehirn interessiert nicht, was auf dem Zettel steht, sondern wie viele Zettel im Behälter liegen.
Das klingt einfach, und genau das ist das Schöne daran: Wenn du die Schritte nacheinander gehst, ist es leicht. Es erfordert trotzdem konsequente Arbeit an dir selbst, weil du die neue Denkweise ohne Pause mit Beweisen füttern musst. Schreib sie dir auf, auch kleine Dinge, und frage dich bei jedem alten Muster: In welchen Situationen hatte ich doch die Kontrolle?