Fast jeder hat schon vom Gesetz der Anziehung gehört – und die meisten haben es meiner Erfahrung nach falsch verstanden. Man denkt, es reicht, sich etwas nur intensiv genug zu wünschen. In einem aktuellen Video erkläre ich, warum genau dieses starke Wollen dich oft weiter von deinem Ziel entfernt, statt dich näher heranzubringen.
Die meisten Menschen glauben, das Gesetz der Anziehung bedeutet: Je mehr du dir etwas wünschst, desto schneller bekommst du es. Aus meiner Sicht stimmt das so nicht. Wenn ich mir ständig sage 'Ich will unbedingt erfolgreich sein', sende ich damit ein klares Signal aus: Ich habe das gerade nicht. Und genau dieses Gefühl von Mangel ist es, was ich dann auch zurückbekomme.
Der entscheidende Unterschied liegt in der Formulierung. Statt 'Ich werde erfolgreich' oder 'Ich will unbedingt erfolgreich sein' arbeite ich lieber mit dem Satz 'Ich bin erfolgreich' – im Jetzt, nicht in der Zukunft. Wer 'ich werde' sagt, bleibt für das Universum dauerhaft auf dem Weg dorthin, statt tatsächlich anzukommen.
Um das wirklich zu verinnerlichen, nutze ich gerne das Bild eines Behälters. Stell dir vor, darauf steht 'Ich bin nicht erfolgreich', und du hast über Jahre unzählige Beweise dafür hineingelegt – jeden Rückschlag, jede Enttäuschung. Selbst wenn du jetzt Erfolge feierst, landen die einfach oben drauf, während der Behälter selbst weiter 'Ich bin nicht erfolgreich' sagt. Deshalb bringt es wenig, nur äußere Umstände zu verändern, solange die Überzeugung dahinter bestehen bleibt.
Was wirklich hilft: Ich lege den alten Behälter weg und ersetze ihn durch einen neuen mit der Aufschrift 'Ich bin erfolgreich'. Dann sammle ich bewusst neue Beweise dafür – auch wenn sie winzig wirken: pünktlich aufgestanden, das Bett gemacht, gut für mich selbst gesorgt. Meinem Gehirn ist es egal, wie groß der Beweis ist, Hauptsache, der neue Behälter füllt sich. Nach und nach verdrängt die neue Überzeugung die alte, so wie ein neues Buch im Regal den Blick auf das alte einfach versperrt.