Angst ist keine Schwäche, sondern eine Information: Sie zeigt dir, dass dir etwas wichtig ist. In einer aktuellen geführten Meditation nehme ich dich mit, deiner Angst bewusst zu begegnen, statt sie wegzudrücken.
Der erste Schritt ist, die Angst einfach da sein zu lassen, ohne sie sofort bekämpfen oder benennen zu müssen. Oft hilft es schon, sich zu fragen, wo im Körper sich diese Angst bemerkbar macht – im Bauch, in der Brust, im Hals. Es gibt hier keine falsche Antwort, nur dein eigenes, ehrliches Gefühl.
Ein zentraler Gedanke der Meditation ist, sich das schlimmste mögliche Szenario ehrlich anzuschauen, statt wegzuschauen – und dann Frieden damit zu schließen. Die ehrliche Antwort auf die Frage, ob du dieses Szenario überleben würdest, lautet fast immer Ja. Es wäre unangenehm, aber überlebbar. Genau dieser Gedanke nimmt der Angst oft einen Großteil ihrer Macht.
Wichtig ist dabei: Du musst deine Angst nicht besiegen, um trotzdem zu handeln. Du darfst Angst haben und trotzdem den nächsten Schritt gehen. Denk zurück an all die Ängste, die du in deinem Leben schon hattest – du hast sie nicht besiegt, weil die Angst verschwunden ist, sondern weil du trotzdem losgegangen bist.
Am Ende der Meditation geht es darum, dir einen kleinen, ehrlichen Schritt vorzunehmen, den du trotz der Angst gehen kannst – heute oder morgen. Er muss nicht groß sein, nur echt. Genau diese kleinen Schritte sind es, die dich Stück für Stück mutiger machen, als deine Angst dir gerade erzählt.